ÿþ<html> <head> <meta http-equiv="content-type" content="text/html;charset=iso-8859-1"> <meta name="generator" content="Adobe GoLive 5"> <title>Artikel aus der Federwelt</title> <script language="JavaScript"> <!-- // preload images if (document.images) { img1on = new Image(); img1on.src = "./gfx/BR1.gif"; img2on = new Image(); img2on.src = "./gfx/BR2.gif"; img3on = new Image(); img3on.src = "./gfx/BR3.gif"; img4on = new Image(); img4on.src = "./gfx/BR4.gif"; img5on = new Image(); img5on.src = "./gfx/BR5.gif"; img6on = new Image(); img6on.src = "./gfx/BR6.gif"; img7on = new Image(); img7on.src = "./gfx/BR7.gif"; img8on = new Image(); img8on.src = "./gfx/BR8.gif"; img9on = new Image(); img9on.src = "./gfx/BR9.gif"; img1off = new Image(); img1off.src = "./gfx/B1.gif"; img2off = new Image(); img2off.src = "./gfx/B2.gif"; img3off = new Image(); img3off.src = "./gfx/B3.gif"; img4off = new Image(); img4off.src = "./gfx/B4.gif"; img5off = new Image(); img5off.src = "./gfx/B5.gif"; img6off = new Image(); 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Ein Beitrag von Maike Frie.</i> <br> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"> <br> <i>Der Schnappschuss von der Signierstunde auf der Buchmesse oder das Foto vom letzten Skiurlaub haben eines gemeinsam: Beide sind in der Regel denkbar ungeeignet f&uuml;r eine professionelle Eigendarstellung. Ob f&uuml;r die Pressemitteilung &uuml;ber die aktuelle Lesereise oder das Portr&auml;tbild f&uuml;r den Buchumschlag des neuen Romans  an gelungenen Fotos sollten Autorinnen und Autoren genauso lange feilen wie an gelungenen Formulierungen.</i><br> <br> <br> <b>A. Pressefotos</b><br> <br> Im Lokalteil Ihrer Zeitung k&ouml;nnen Sie immer wieder Gruppen bewundern: winkend vor einem Reisebus oder irgendwo bei Kaffee und Kuchen. Nichts gegen Gruppenreisen oder Kaffeekr&auml;nzchen, aber Hand aufs Herz: Wen interessieren diese Ansammlungen miniformatiger Gesichter tats&auml;chlich? Meistens nur diejenigen, die dabei waren oder eine Person auf dem Foto kennen.<br> Dabei kann es auch anders laufen: Ihr au&szlig;ergew&ouml;hnliches Bild &uuml;berzeugt zuerst den Redakteur davon, Ihre Pressemitteilung abzudrucken, und danach die Leser, zu Ihrer n&auml;chsten Lesung zu gehen. Doch wie kommt man an ein gelungenes Pressefoto und was ist das &uuml;berhaupt?<br> <br> <b>Umgang mit dem Profi</b><br> Am besten holen Sie sich Unterst&uuml;tzung von einem Profi. Das kostet zwar Geld, bringt aber hoffentlich hinterher den gr&ouml;&szlig;eren Nutzen. Freiberufliche Fotografen, die sich mit Veranstaltungsfotografie auskennen, findet man leicht &uuml;ber Google. Gut ist es, wenn die Fotografin den Veranstaltungsort vorher besichtigen kann, damit sie wei&szlig;, welche Ausr&uuml;stung sie zu welcher Tageszeit (Sonnenstand, Beleuchtung) mitbringen muss. Neonr&ouml;hren sind als Lichtquellen schlecht; sie hinterlassen oft einen gr&uuml;nlichen Farbstich auf Gesichtern. Planen Sie ausreichend Platz f&uuml;r den Fotografen ein, damit er sich w&auml;hrend der Veranstaltung im Raum bewegen kann, ohne zu st&ouml;ren. Prima ist eine Trittleiter: So kann er zwischendurch auch mal die Perspektive wechseln.<br> Ein Profi wei&szlig; nat&uuml;rlich auch, wie er die Bilder hinterher aufbereiten muss, damit man sie f&uuml;r eine Pressemitteilung nutzen kann. Besprechen Sie vorher miteinander, wof&uuml;r und wann Sie die Fotos ben&ouml;tigen. F&uuml;r einen Artikel in der Lokalzeitung zum Beispiel muss alles sehr schnell gehen  falls das Blatt nicht ohnehin einen eigenen Journalisten mit Kamera vorbeischickt, weil Sie die Redaktion vorher mit einer &uuml;berzeugenden Presseeinladung hei&szlig; auf Ihre Veranstaltung gemacht haben. Denn ein Veranstaltungsbericht sollte gleich am n&auml;chsten Tag erscheinen, sp&auml;testens am &uuml;bern&auml;chsten. Sonst ist das Thema nicht mehr aktuell und Ihre Pressemeldung landet im Papierkorb.<br> Soll direkt am folgenden Tag ein Bericht in der Zeitung stehen, bedeutet das: Pressemitteilung vorher schreiben, direkt nach der Veranstaltung um aktuelle Details erg&auml;nzen (etwa die Besucherzahl) und mit Bild noch vor Redaktionsschluss einsenden. Kl&auml;ren Sie also vorher, um wie viel Uhr Redaktionsschluss ist (lokale Tageszeitungen sp&auml;testens gegen 22 Uhr), und sprechen Sie vorher ab, dass ein Artikel kommt, damit dieser eingeplant wird. Auf eine solche Sp&auml;tschicht muss auch die von Ihnen angeheuerte Fotografin eingerichtet sein.<br> <br> <b>Selbst fotografieren</b><br> Wollen Sie selbst fotografieren oder einen Amateur aus Familie oder Freundeskreis darum bitten, sollten Sie einige Dinge beachten, die Sie bei den Redaktionen beinahe wie einen Profi erscheinen lassen. Zuerst zur Technik:<br> Die Bilddaten m&uuml;ssen eine ausreichende Qualit&auml;t f&uuml;r den Abdruck haben. Gerne gesehen sind gro&szlig;e eps- oder tiff-Dateien mit mindestens 1,5 Megabytes oder 300 dpi. Deshalb am besten immer die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Aufl&ouml;sung an der Kamera einstellen (um die 5 Megabytes pro Bild) und lieber eine Speicherkarte mehr mitnehmen; wer wei&szlig;, wof&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Daten sp&auml;ter noch genutzt werden k&ouml;nnen.<br> Das Motiv muss ordentlich ausgeleuchtet sein (m&ouml;glichst mit Tageslicht; wenn es nicht anders geht mit Blitz), sodass es keine harten Schatten gibt (was zum Beispiel leicht passiert, wenn Sie eine Person direkt vor einer wei&szlig;en Wand aufnehmen). Achten Sie darauf, dass der Hintergrund ruhig ist (keine Karotapete, keine Pflanzen, Kabel oder Masten, die hinter dem Kopf der betreffenden Person emporragen). Und denken Sie bitte auch daran, Wichtiges zentral zu platzieren, damit es nicht wom&ouml;glich beim Druck dem Randbeschnitt zum Opfer f&auml;llt. Sind auch bei einem kleinformatigen Abdruck  wie in der Zeitung zu erwarten  alle Beteiligten und Details gut zu erkennen? Testen Sie das vorher, indem Sie das Bild entsprechend klein selbst ausdrucken.<br> Ein Extra-Service f&uuml;r die Redaktion ist es, quer- und hochformatige Bilder einzusenden. So steigt Ihre Chance, abgedruckt zu werden, weil Artikel und Bild genau dort eingepasst werden k&ouml;nnen, wo gerade Platz ist. Gehen Sie einmal im Geiste Ihre eigenen Fotos durch  der Anteil der Querformate wird &uuml;berwiegen. Denken Sie also daran, auch im Hochformat Aufnahmen zu machen und der Redaktion zur Verf&uuml;gung zu stellen.<br> <br> <b>Blickfang erzeugen</b><br> Und die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Motive? Die lassen sich nat&uuml;rlich nicht pauschal empfehlen, sonst w&auml;ren sie ja nicht mehr au&szlig;ergew&ouml;hnlich. Ein paar Tipps, wie Sie einen Blickfang f&uuml;r Ihre Leser und eine m&ouml;glichst lebendige Szene erzeugen, haben wir dennoch f&uuml;r Sie parat:<br> &Auml;ndern Sie einfach mal die Perspektive: f&uuml;r eine Schullesung im kleinen Kreis die Leseratten mit aufgeschlagenen B&uuml;chern auf den Boden legen und sich als FotografIn selbst davor; f&uuml;r den neuen Roman mit dem Angler als Hauptfigur durch ein Aquarium hindurchfotografieren; um die &uuml;berm&auml;chtige Hexe des Fantasyromans zu illustrieren, Aufnahmen aus der Froschperspektive machen usw.<br> Wagen Sie das Ungew&ouml;hnliche, auch bei der Anordnung von Personen: zum Beispiel von mehreren Personen mal nur die Gesichter direkt &uuml;bereinander zeigen oder zwei Personen mit den Hinterk&ouml;pfen aneinander ablichten.<br> W&auml;hlen Sie besondere Accessoires: ein Blick durch die Lupe auf einen Fingernagel, der im Text eine wichtige Rolle spielt, oder ein Gesicht halb hinter einem F&auml;cher verborgen.<br> Kinder und Tiere wirken immer: eine Babyhand auf dem aktuellen Buchtitel; eine Katze, die mit einem Erinnerungsknotentaschentuch f&uuml;r den n&auml;chsten Lesungstermin spielt; ein Kind, das an einem Eis leckt, auf dem der Titel Ihres neuen Sommerromans steht.<br> Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und probieren Sie einfach mal etwas aus, auch wenn es am Anfang vielleicht verr&uuml;ckt wirkt. <br> Damit solche au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Motive funktionieren, gleich noch ein paar Informationen zum klassischen Bildaufbau.<br> <b><br> Goldener Schnitt und Drittel-Regel</b><br> Der Goldene Schnitt und die Drittel-Regel sind die beiden wichtigsten Instrumente, um ein Foto so zu gestalten, dass es auf den Betrachter  rund wirkt. Die Drittel-Regel besagt, dass ein Bild durch zwei senkrechte und zwei waagerechte Linien gedanklich jeweils in Drittel geteilt wird. Bei der Bildgestaltung kann man sich an diesen Linien orientieren. Zum Beispiel zeigt bei einer Landschaftsaufnahme das untere Drittel Meer, w&auml;hrend auf den oberen beiden Dritteln ein Wolkenhimmel abgebildet ist. Oder bei einem Portr&auml;t: Im linken Drittel ist das wettergegerbte Gesicht eines Hirten zu sehen  rechts von ihm  auf den beiden &uuml;brigen Dritteln  weiden seine Schafe. Die wichtigsten Bilddetails sollten dabei auf einem Schnittpunkt dieser Drittel-Linien zu finden sein (Goldener Schnitt), zum Beispiel das Gesicht der Person oder der hervorgehobene Gegenstand. &Uuml;berpr&uuml;fen Sie das einmal an diesem Bild von Florian Schott: ((Bild))<br> Das gesamte Bildmotiv wurde in Drittel aufgeteilt. Das Gesicht der Hauptperson liegt im Goldenen Schnitt, der Fokus auf die Hauptperson wird durch das Spiel mit Sch&auml;rfe und Unsch&auml;rfe betont. Die drei Nebenfiguren im Hintergrund sind unscharf und passen aufgrund ihrer Kleidung perfekt zur Hauptfigur.<br> Um gute Effekte zu erzielen, k&ouml;nnen Sie auch mit der Entfernung spielen: Einige Motive wirken stark als Detailaufnahme, andere besser als Halbnahe oder Totale (am weitesten weg). Wichtig ist, dass es einen Fluchtpunkt im Bild gibt, auf dem das Auge des Betrachters ruhen kann; dieser sollte auf einem waagerechten Horizont oder einer lotrechten Vertikalen liegen. Damit ergibt sich eine gewisse Symmetrie im Bild, die es harmonischer wirken l&auml;sst. Der schiefe Turm von Pisa w&auml;re also ein ganz schwieriges Motiv ...<br> <br> <b>Von links nach rechts</b><br> Und noch zwei wichtige Hinweise, da zumindest auf Fotos von Veranstaltungen in der Regel nicht nur Sie, sondern noch weitere Personen abgebildet sind:<br> 1. F&uuml;r die Redaktion m&uuml;ssen alle Abgebildeten mit Vor- und Nachnamen sowie ihrer Funktion eindeutig zuzuordnen sein (von links nach rechts auflisten). Das gilt nat&uuml;rlich nur f&uuml;r kleine Gruppen. Ab etwa f&uuml;nf Personen wird eine solche Bildunterschrift un&uuml;bersichtlich  dann am besten die Hauptpersonen herausgreifen und eindeutig zuordnen (Beispiel: Preistr&auml;gerin Petra M&uuml;ller, zweite Reihe von oben, dritte von links).<br> 2. Denken Sie an die Pers&ouml;nlichkeitsrechte Ihrer Mitmenschen! Am besten informieren Sie alle Beteiligten schon beim Fotografieren dar&uuml;ber, wof&uuml;r die Bilder sp&auml;ter verwendet werden sollen. Dann k&ouml;nnen sie direkt vor Ort eine Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung unterschreiben. In einer solchen Erkl&auml;rung sollten Ort, Veranstaltung, Datum und die Namen der Beteiligten festgehalten sowie definiert werden, wof&uuml;r die Aufnahmen verwendet werden d&uuml;rfen.  F&uuml;r Pressezwecke ist dabei sehr allgemein  l&auml;sst Ihnen aber die meisten Freiheiten. Klarer f&uuml;r alle Beteiligten ist es, wenn Sie genau auflisten, welche Zeitungen und Internetseiten angeschrieben werden sollen.<br> <br> <b>B. Autorenfotos<br> </b><br> Ein absolutes No-Go:<br> <br> (...) <tr><td bgcolor="ededed" width="610"><font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"> <img src="gfx/icon.gif" width="20" height="10"> Die Fortsetzung finden Sie in der aktuellen Federwelt. <a href="zeitschrift.html"><b>Jetzt bestellen !</b></a> <tr><td bgcolor="ededed" width="610"><font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"> <img src="gfx/icon.gif" width="20" height="10"> Weitere Artikel<br> <table border=0 cellpadding=0 cellspacing=0><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel1.html"><b>Interview mit Nele Neuhaus</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel2.html"><b>Heribert Hinrichs: USA  ein Markt f&uuml;r deutsche B&uuml;cher?</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel3.html"><b>Sigrid Habersaat &uuml;ber das Schreiben f&uuml;r Fachverlage</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel4.html"><b>Eike Schniebs: Korrekturzeichen</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel5.html"><b>NEU: Textk&uuml;che mit Gasch & Co.: Anschaulich schreiben.</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel6.html"><b>Normvertrag mit Kommentar</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="glosse.html"><b>Glosse: Autorenworkshop  Hautnah am Bestseller </b></a> <!-- </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel9.html"><b>Laura Rose: Personalisierte Romane</b></a> --> </td></tr> </table> <tr> <td bgcolor="ededed" width="610"><font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"> <div align="right"><a href="inhalt.html">>> zurück zur Startseite</a><img src="gfx/clearpixel.gif" width="10" height="10"><img src="gfx/icon.gif" width="20" height="10"> <br> </td></tr> </div> </table> </p> </body> </html>