ÿþ<html> <head> <meta http-equiv="content-type" content="text/html;charset=iso-8859-1"> <meta name="generator" content="Adobe GoLive 5"> <title>Artikel aus der Federwelt</title> <script language="JavaScript"> <!-- // preload images if (document.images) { img1on = new Image(); img1on.src = "./gfx/BR1.gif"; img2on = new Image(); img2on.src = "./gfx/BR2.gif"; img3on = new Image(); img3on.src = "./gfx/BR3.gif"; img4on = new Image(); img4on.src = "./gfx/BR4.gif"; img5on = new Image(); img5on.src = "./gfx/BR5.gif"; img6on = new Image(); img6on.src = "./gfx/BR6.gif"; img7on = new Image(); img7on.src = "./gfx/BR7.gif"; img8on = new Image(); img8on.src = "./gfx/BR8.gif"; img9on = new Image(); img9on.src = "./gfx/BR9.gif"; img1off = new Image(); img1off.src = "./gfx/B1.gif"; img2off = new Image(); img2off.src = "./gfx/B2.gif"; img3off = new Image(); img3off.src = "./gfx/B3.gif"; img4off = new Image(); img4off.src = "./gfx/B4.gif"; img5off = new Image(); img5off.src = "./gfx/B5.gif"; img6off = new Image(); 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Sie erleben seinen Tagesablauf und sehen ihm beim Schreiben &uuml;ber die Schulter  auch das: buchst&auml;blich. Sie begleiten ihn vom Aufstehen bis zum Ins-Bett-Gehen und auf Wunsch (Zusatzpaket »Bettseller intim«) auch in der &uuml;brigen Zeit.<br> Ziel dieses Workshops ist es, Sie mit dem Alltag eines Bestsellerautors so vertraut zu machen, dass Sie sein Leben bis ins Detail kopieren k&ouml;nnen. Und damit auch den Erfolg.<br> <br> Dauer: 7 Tage (Montag bis Sonntag). Die genauen Zeiten h&auml;ngen von der Wochenplanung des Autors ab. Der Kurs beginnt mit dem Aufstehen des Autors am Montag und endet mit dem Zubettgehen am Sonntag.<br> <br> Kosten: 1499 Euro einschlie&szlig;lich Vollpension im Doppelzimmer, Schlafwagen oder Zelt (je nach Aufenthaltsort des Autors). EZ-Zuschlag 499 Euro. Erm&auml;&szlig;igungen f&uuml;r Sch&uuml;ler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte und selbstverlegte Autoren auf Anfrage.<br> <br> Kursleiter: Stephan Waldscheidt. Ist mit vielen amerikanischen Bestsellerautoren auf »you und you« und wei&szlig; genau, wie sie ticken. Vor allem, wenn sie seinen Wecker verschluckt haben (gell, John Irving, you ll never do that stupid stunt again).<br> <br> Ablauf (beispielhaft dargestellt am Workshop »Volkmar Ruck«, dessen historische Nackenbei&szlig;er in einer Gesamtauflage von bislang 100 Millionen B&uuml;chern die weiblichen Fans begeistern):<br> Es ist f&uuml;nf Uhr neunundf&uuml;nfzig an einem Montagmorgen, Nebel h&auml;ngt &uuml;ber dem Fl&uuml;sschen Alb. Sieben &uuml;berm&uuml;dete Seminarteilnehmer sowie der Kursleiter (ich) warten in einem als Hausmeisterservice getarnten Kleintransporter in der Bunsenstra&szlig;e. Die Standheizung bullert. Es ist eng, es ist hei&szlig;, es riecht nach Kaffee von McCafé. Das Schaufenster der Bunsenapotheke schr&auml;g gegen&uuml;ber preist ein Mittel zur St&auml;rkung der Abwehrkr&auml;fte sowie Antidepressiva an.<br> Man hat sich um einen &Uuml;berwachungsmonitor gruppiert, der ausgeschaltet zu sein scheint, leuchteten da in einer Ecke nicht die roten Buchstaben eines Digitalweckers.<br> »Das n&auml;chste Mal suche ich mir einen Autor, der Langschl&auml;fer ist«, brummelt Gerlinde, eine der Teilnehmerinnen.<br> »Hitzeck, der Thrillerautor, der schl&auml;ft bis mittags um zwei.« Robert, der neben dem Seminarleiter einzige Mann in der Gruppe, nippt an seinem Becher. »Geht aber auch nie vor vier Uhr morgens in die Falle. Das war mein erster Workshop, f&uuml;r mich gibt s keinen Langschl&auml;fer mehr.«<br> Auf dem Monitor springen die Zahlen des Weckers auf 6:00, und ein Piepsen aus den Boxen &uuml;bertr&auml;gt den Beginn der Nachrichten, die jedoch sofort von einem markersch&uuml;tternden G&auml;hnen** &uuml;bert&ouml;nt werden. Licht flammt im Schlafzimmer auf, Ruck gibt sich einen ebensolchen und steht auf.<br> »Iih, der hat ja eine Wampe!«, ruft Heide aus.<br> Sich den Hintern kratzend, schlurft Ruck zum Fenster und zieht die L&auml;den hoch.<br> »Wenn ich so viele B&uuml;cher verkaufen w&uuml;rde«, sagt Marie-Antoinette, »ich w&uuml;rde mir elektrische Rolll&auml;den zulegen. Mir das Fett absaugen lassen. Und woanders hinziehen, weg von K...«<br> »Und Sie haben Mikrofone und Kameras in jedem Zimmer installiert?«, fragt Robert. Diese Frage stellen immer die M&auml;nner, selbst wenn sie, wie Robert, schon mal dabei waren.<br> »Ja«, antworte ich, »au&szlig;erdem in seinen Autos, in seiner Garage, in seiner Villa auf Ibiza und seinem Ferienhaus im Luberon. Jedes Paar Schuhe ist verwanzt, sodass wir ihm auf Schritt und Tritt folgen k&ouml;nnen.« »Es sei denn, er geht barfu&szlig;«, ruft Sabine, die ich sofort als die Quotenklugschei&szlig;erin der Runde ausgemacht habe. Aber ich liebe sie nicht weniger als jeden anderen meiner Teilnehmer.<br> »Wir haben auch sein Handy verwanzt«, sage ich. »Seinen Laptop. Und seinen Mops Kuno.«<br> »Irgendwas hat er ja wohl immer dabei, oder?«, fragt Gudrun, die Quotensch&ouml;nheit.<br> »Hoffen wir s«, sagt Robert.<br> »Das Beste kommt gleich«, kichert Nadine, die schon ein paar Mal dabei war. Meine Quotenstammkundin. »Wartet, wenn er ins Bad geht.«<br> »Ich will den Kerl nicht nackt sehen!«, ruft Heide und schl&auml;gt sich die H&auml;nde vors Gesicht. Ich sehe genau, wie sie zwischen den Fingern hindurchlinst.<br> Der Autor schlurft ins Bad, eine falsche Melodie pfeifend. Er pfeift jeden Morgen dasselbe Lied, und immer falsch: »Live is life«. Diese Woche wird das letzte Mal sein, dass ich dieses Seminar anbiete, ich kann dieses Gepfeife einfach nicht mehr h&ouml;ren.<br> »Jetzt kommt s«, kichert Nadine, und Heide l&auml;sst die H&auml;nde sinken.<br> Kaum steht Ruck vor dem Spiegel, geht &uuml;ber dem &Uuml;berwachungsmonitor ein weiterer Monitor an.<br> »Das ...«, stammelt Heide, und auch die anderen Erstlinge stammeln Unverst&auml;ndliches. Ich grinse in mich hinein. Der Effekt ist jedes Mal der gleiche.<br> Robert &uuml;bernimmt die Erkl&auml;rung: »Hinter dem Spiegel ist ein R&ouml;ntgenger&auml;t versteckt. Wir sehen hier wirklich Herz und Nieren des Autors.«<br> Sabine, die zu allem &Uuml;berfluss auch noch &Auml;rztin ist, widerspricht: »Die Weichteile sieht man nicht wirklich beim R&ouml;ntgen.«<br> »Aber in seinem Orangensaft ...«, beginnt Nadine, und ich vollende ihren Satz: »Ist ein Kontrastmittel. Und gleich wird er es trinken. Und morgen fr&uuml;h sehen wir, was wir sehen wollen.« In Rucks Herz sehen wir nicht, aber zumindest in seine Nieren.<br> Sabine ist eingeschnappt. W&auml;hrend wir dem Bestsellerschreiber beim Fr&uuml;hst&uuml;cken zusehen und &uuml;ber einen in der Kaffeetasse eingebauten Sensor seine Vitalfunktionen &uuml;berpr&uuml;fen (Blutdruck 120 zu 80, Blutzucker 96, Temperatur 36,7 °C, alles im gr&uuml;nen Bereich), br&uuml;tet sie an einer Entgegnung. Die f&auml;llt ihr ein, w&auml;hrend wir Ruck beim Z&auml;hneputzen beobachten.<br> »Was soll das bringen, ich meine, was hat das alles damit zu tun, ob ich einen Bestseller schreiben kann?«<br> Alle sehen sie an, als h&auml;tte sie in einem Erweckungsgottesdienst Jesus als Missgeburt bezeichnet.<br> »Alles, meine Liebe«, st&ouml;&szlig;t die bisher stumm gebliebene Henrietta hervor. »Alles.« Die anderen nicken beif&auml;llig.<br> Sabine gibt so leicht nicht auf. »Aber ...«, beginnt sie, und dieses Mal sehe ich mich zum Eingreifen gen&ouml;tigt.<br> »In sieben Minuten sitzt er an seinem Schreibtisch und schreibt. Sehen Sie sich das an. Wenn Sie danach noch immer nicht &uuml;berzeugt sind, d&uuml;rfen Sie gehen und ich zahle Ihnen die Kursgeb&uuml;hr in voller H&ouml;he zur&uuml;ck.« »Wenn das mal kein Angebot ist«, sagt Robert.<br> »Es hat noch nie jemand angenommen«, sagt Nadine. »Du solltest dir zumindest noch die Streitereien mit seiner Mutter anh&ouml;ren, die er jeden Tag um halb elf anruft, die sind lustig.«<br> »Und was Ruck f&uuml;r ein Solarium h&auml;lt«, erg&auml;nzt Robert, »ist in Wirklichkeit ein Kernspintomograf. W&auml;re doch interessant f&uuml;r dich als &Auml;rztin.«<br> »Mal sehen«, grummelt Sabine.<br> <br> Gespannt, wie es weitergeht? Dann melden Sie sich noch heute beim Workshop »Hautnah am Bestseller« an und erleben Sie erfolgreiche Autorinnen und Autoren hautnah. Einfach eine Mail senden an <a href="mailto:anmeldung@hautnah-am-bestseller.de">anmeldung@hautnah-am-bestseller.de</a>. Oder werfen Sie ein Blick auf unser Kursprogramm f&uuml;r 2012/2013 unter <a href="http://www.hautnah-am-bestseller.de" target=_blank>www.hautnah-am-bestseller.de</a>. Dort lesen Sie auch die Meinungen begeisterter Teilnehmerinnen und Teilnehmer.<br> <br> Sie sind selber Bestsellerautorin oder -autor und w&uuml;rden sich gerne von morgens bis abends und auch in der Nacht beobachten lassen? Schreiben Sie mir unter <a href="mailto:exhibitionist@hautnah-am-bestseller.de">exhibitionist@hautnah-am-bestseller.de</a> und ich leite Ihre Mail an einen guten Therapeuten weiter.<br> <br> <b>Stephan Waldscheidt, <a href="http://schriftzeit.de" target=_blank>http://schriftzeit.de</a></b> <br> <br> Mehr von Stephan Waldscheidt in:<br>  Schreib den verd... Roman!<br> Die simple Kunst, einen Bestseller zu verfassen.<br> Ein Anti-Ratgeber. <br> Uschtrin Verlag, <a href="http://www.uschtrin.de/waldscheidt.html" target=_blank>http://www.uschtrin.de/waldscheidt.html</a><br> <br> (...) <tr><td bgcolor="ededed" width="610"><font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"> <img src="gfx/icon.gif" width="20" height="10"> Die Fortsetzung finden Sie in der aktuellen Federwelt. <a href="zeitschrift.html"><b>Jetzt bestellen !</b></a> <tr><td bgcolor="ededed" width="610"><font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"> <img src="gfx/icon.gif" width="20" height="10"> Weitere Artikel<br> <table border=0 cellpadding=0 cellspacing=0><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel1.html"><b>Interview mit Nele Neuhaus</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel2.html"><b>Heribert Hinrichs: USA  ein Markt f&uuml;r deutsche B&uuml;cher?</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel3.html"><b>Sigrid Habersaat &uuml;ber das Schreiben f&uuml;r Fachverlage</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel4.html"><b>Eike Schniebs: Korrekturzeichen</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel5.html"><b>NEU: Textk&uuml;che mit Gasch & Co.: Anschaulich schreiben.</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel6.html"><b>Normvertrag mit Kommentar</b></a> </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel7.html"><b>Maike Frie: Der Umgang mit Presse- und Autorenfotos</b></a> <!-- </td></tr><tr><td width=25>&#160;</td><td> <font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"><a href="artikel9.html"><b>Laura Rose: Personalisierte Romane</b></a> --> </td></tr> </table> <tr> <td bgcolor="ededed" width="610"><font face="verdana" size="1" color="#336699" align="top"> <div align="right"><a href="inhalt.html">>> zurück zur Startseite</a><img src="gfx/clearpixel.gif" width="10" height="10"><img src="gfx/icon.gif" width="20" height="10"> <br> </td></tr> </div> </table> </p> </body> </html>